Patientenakten des psychiatrischen Dienstes

  • AZ - 10/04/21-01


    BA: Assistenzarzt Psychiater Dieter Lichtenstein

    Sicherheitsfreigabe: SL4, Psychiatrischer Dienst

    VM: Weiterleitung an Facility-Supervisor , Personalabteilung




    Personalien:


    Name: louis Gerald Peter

    Abteilung: Facility Guard

    Dienstgrad: Security Guard



    Untersuchung:


    [x] Psychiatrisches Gespräch

    [ ] Neurologische Analyse:

    [ ] Physiologische Analyse:


    [x] Psychiatrisches Gutachten



    Bemerkung:


    Herr Peter wurde nach einem Gruppengespräch mit den D-Klassen, in welchem die Aggressivität des FG Personals angemahnt wurde, von mir zum Gespräch eingeladen.

    Hierbei habe ich den o. g. Patienten zunächst gefragt, wie ihm heute geht. Der o. g. Patient gab an, es ginge ihm Gut. Auf die Frage, wie er seiner Degradierung zurechtkommt, antwortete der o. g. Patient, dass er die Entscheidung versteht und akzeptiert.

    Der o. g. Patient führt seine Arbeit gerne aus und gibt an, sich in der Freizeit mit anderem Personal in der Cafeteria zu unterhalten. Laut eigenen Aussagen behandle er die D-Klassen stet höflich und ermahnt diese mehrfach, bevor er den Schlagstock einsetze.

    Als Ausnahme nannte der Patient Spitze Gegenstände wie z. B. Spitzhacke. Bei weiteren Fragen zeigten sich keine weiteren Auffälligkeiten.




    Diagnose:


    Am Ende des Gespräches ist davon Auszugehen dass der Patient an einer Aichmophobie (F40.2) leidet.

    Eine Dienstfähigkeit des Patienten ist vorerst nicht Frage zu stellen.

    Der Patient sollte jedoch beobachtet werden, da das Verhalten beim Erscheinen von Spitzen Gegenständen bisher recht unbekannt ist. Lediglich ist bekannt das der Patient in Panik fallen könnte.


  • AZ - 13/04/21-01


    BA: Assistenzarzt Psychiater Dieter Lichtenstein

    Sicherheitsfreigabe: SL4, psychiatrischer Dienst

    VM:


    Personalien:


    Name: Sebastian Lichtenstein

    Abteilung: Facility Guards

    Dienstgrad: SvO



    Untersuchung:


    [x] Psychiatrisches Gespräch

    [ ] Neurologische Analyse:

    [ ] Physiologische Analyse:

    [ ] Psychiatrisches Gutachten



    Bemerkung:


    Das Gespräch wurde auf Wunsch von Herrn Sebastian Lichtenstein geführt.

    Der Patient antwortete bei der Frage, wie es ihm geht, dass er heute sehr angespannt sei und dementsprechend heute nicht so gut gelaunt sei. Auf die Frage, ob er diese Angespanntheit regelmäßig verspüre, verneinte der Patient dies.

    Der Patient gab an, des Öfteren an Schwindelattacken und Kopfschmerzen zu leiden, welche in dem Verlust des Gleichgewichtes enden. Der Patient geht davon aus, dass dies auf seine Sehschwäche zurückzuführen ist. Diese Beschwerden treten laut Patienten ungefähr drei Mal in der Woche auf.

    Auf die Frage, wie der Patient mit seinen Kollegen klarkommt, gab dieser an, mit den meisten gut zurechtzukommen.

    Er selbst beurteilt sich als sehr zuvorkommender Mensch, der auch mit den D-Klassen gut umgeht. Den Umgang mit den D-Klassen erläuterte mir der Patient anschließend ausführlich.

    Auf die Frage, ob er Familie habe, bejahte er dies. Er erwähnte jedoch auch, dass er seinen Sohn durch ein SCP verloren habe. Er selbst gibt an, das Gesehene bereits verarbeitet zu haben.

    Gegen Ende des Gespräches frage mich der Herr, ob ich noch Wissen möchte, wie er mit D-Klassen umgehe. Er bestritt es, dass ich ihn dies bereits fragte.


    Diagnose:


    Am Ende des Gespräches ist davon auszugehen, dass der Patient an einer dissoziative Amnesie (F44.0) leidet.

    Jedoch empfehle ich Konsiliaruntersuchung des Kopfes. Hiermit soll ausgeschlossen werden, dass die Erinnerungslücken durch ein Schaden am Kopf hervorgerufen werden/wurde.

    In einer Nachbesprechung eine Woche später (19.04.2021) ist aufgefallen, dass Herr Lichtenstein Stark zitterte. Ich empfehle im Zuge der Konsiliaruntersuchungen auch eine neurologische Untersuchung.


     

  • AZ - 24/04/21-01


    BA: [Arzt] Psychiater Dieter Lichtenstein

    Sicherheitsfreigabe: SL4, psychiatrischer Dienst

    VM: Weiterleitung an Ethikkomitee, Facility-Guard Supervisor



    Personalien:


    Name: D-6058 Lock Lockerson

    Abteilung: D-Class

    Dienstgrad: N.N.



    Untersuchung:


    [x] Psychiatrisches Gespräch

    [ ] Neurologische Analyse:

    [ ] Physiologische Analyse:

    [ ] Psychiatrisches Gutachten



    Bemerkung:


    Das Gespräch wurde auf Wunsch von dem Patienten geführt.


    Der Patient antwortete bei der Frage, wie es ihm geht, dass es ihm zwar körperlich, mental jedoch nicht gut ginge. Auf die Frage, warum er sich mental nicht wohlfühle, beklagte der Patient den monotonen und Gewaltvollen Tagesablauf im D-Trakt. Hierauf bat ich dem Patienten, mir mehr über seinen Tagesablauf zu erzählen. Während der Patient von seinem Tagesablauf berichtete, war die Niedergeschlagenheit des Patienten sichtlich erkennbar.


    Tagesablauf von Lock Lockerson

    1. Aufstehen

    2. Zähne Putzen

    3. Waschen

    4. In den Gullys nach Essen suchen

    5. Warten / Gewaltausübung durch Facility Guards mit ansehen oder selbst erfahren

    6. Schlafen


    Ich fragte ihn anschließend, ob er das Gewaltsame verhalten der Facility Guards bereits bei anderen Facility Guard gemeldet habe, dies bejahte er. Er sagte jedoch auch, dass diese ihm nicht zugehört haben. Auf die Frage, ob er bereits versucht hat, mit dem Ethikkomitee zu sprechen, bejahrte er auch dieses und gab an das der Facility-Guard Tim Mohr ihn nach dieser Frage mit einem Elektro-Schlagstock gefoltert habe. Er sagte mehrfach, dass Herr Mohr aufhören solle, dies passierte laut Aussagen des Patienten jedoch nicht. Anschließend zeigte mir der Patient einige Blaue Flecken an seinem Rücken, welche von dem Elektro-Schlagstock stammten. Auf die Frage, warum der Patient in den Gullys nach Essen suche, sagte dieser, dass nie ein Koch da sei und er dies zum Überleben tun müsse, jedoch nie viel Essen würde, da er oft wenig, bis keinen Hunger habe.


    Im weiteren Verlauf des Gespräches erzählte mir der Patient auch noch von seiner Angst vor dem Unbekannten und seiner Zukunft. Er hat Angst vor den Tests, da viele von den D-Klassen nicht wiederkämen.


    Zum Ende des Gespräches fragte ich den Patienten noch, was er sich wünsche, damit es ihm besser gehe und wie er sich in der Zukunft sehe. Auf die erste Frage antwortete er damit, dass er sich einen Koch wünsche und mehr Aktivitäten im D-Trakt, als Beispiel gab er hierfür Fitnessgeräte an. Auch wünsche er sich weniger Gewalt und eine Bibliothek, damit er sich Bücher ausleihen kann, um sich selbst weiterzubilden. Auf die zweite Frage antwortete er damit, dass er weiß, das er was falsch gemacht hat. Er will sein getanes wieder gut machen und möchte nach Absitzen seiner Strafe gerne bei Feuerwehr arbeiten, um anderen Menschen etwas Gutes zu tun.


    Gegen Ende des Gespräches klagte der Patient erneut über den monotonen Tagesablauf und dass er oft freudenlos und müde ist. Seine Stimmung ist meistens gedrückt und sein Appetit vermindert.



    Diagnose:


    Während des Gespräches kamen einige Hinweise und Symptomatiken auf mehrere Erkrankungen zum Vorschein. Dies wäre zum einen seine ständige Angst vor dem Unbekannten und der Zukunft, was auf eine F41.3 (Andere gemischte Angststörung) hinweist. Aber auch sein monotoner Tagesablauf, seine Freudlosigkeit, seine Müdigkeit und sein gedrückter Appetit, was auf eine F32.1 (Mittelgradige depressive Episode) hinweist.


    Um den Patienten zu helfen, empfehle ich zunächst eine Gruppentherapie, einen Koch für den D-Trakt bzw. regelmäßiges Essen sowie ein Ausbau des Freizeitangebotes im D-Trakt. Der Patient wurde gebeten regelmäßig wieder zu Gesprächen zu Erscheinen um ein Fall in eine schwerwiegende oder dauerhafte Depression zu verhindern.


    Das Verhalten des FG Tim Mohr, wurde von mir an das Ethikkomitee gemeldet.

  • Beitrag von Shark ()

    Dieser Beitrag wurde von Sebi aus folgendem Grund gelöscht: 2.5 ().

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